
Ein Relaunch geht live, die neue Website sieht großartig aus – und drei Wochen später sind 40 % des organischen Traffics verschwunden. Dieses Szenario erleben wir regelmäßig bei Unternehmen, die ihren Website Relaunch als Design-Projekt behandelt haben statt als strategische Business-Entscheidung. Der Unterschied zwischen einem Relaunch, der Leads generiert, und einem, der Sichtbarkeit vernichtet, liegt in der Vorbereitung. Dieser Leitfaden zeigt dir die acht Phasen, die dafür sorgen, dass dein Relaunch kein teures Experiment wird, sondern eine Investition mit messbarem Return.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Relaunch umfasst Struktur, CMS, URL-Architektur und Content-Migration – ein Redesign ändert nur die Optik. Die Unterscheidung bestimmt Aufwand, Budget und SEO-Risiko.
- Die SEO-Baseline vor dem Relaunch zu dokumentieren ist die wichtigste Einzelmaßnahme gegen Traffic-Verluste.
- Typische Investitionsrahmen in Deutschland 2026: 15.000–25.000 € für kleine Corporate Relaunches, 25.000–60.000 € für den Mittelstand, 60.000–120.000 €+ für komplexe Projekte.
- Content-Freeze sechs Wochen vor Go-Live und ein vollständiger Weiterleitungsplan schützen bestehende Rankings.
- Post-Launch-Monitoring über 8–12 Wochen ist Pflicht – der durchschnittliche SEO-Score deutscher Websites liegt bei nur 61,3 von 100 Punkten.
- Bis zu 50 % staatliche Förderung für digitale Maßnahmen können die Investitionshürde für KMU deutlich senken.
Lesezeit: 10 Minuten
Inhaltsverzeichnis
- Relaunch, Redesign oder Migration: Wann sich ein Website Relaunch wirklich lohnt
- Phase 1: Analyse und Vorbereitung als Fundament für den Relaunch
- Ziele, KPIs und Budget realistisch definieren
- Konzeption und Informationsarchitektur: Die Blaupause für die neue Website
- Content-Migration und SEO-Sicherung: Das Herzstück des Relaunchs
- Testing, Go-Live und die kritischen ersten Wochen danach
- Langfristiger Erfolg: Post-Launch-Optimierung und kontinuierliche Weiterentwicklung
Relaunch, Redesign oder Migration: Wann sich ein Website Relaunch wirklich lohnt
Bevor du Budget freigibst und eine Agentur briefst, brauchst du Klarheit über eine zentrale Frage: Braucht deine Website wirklich einen Relaunch – oder reicht eine gezielte Überarbeitung?
Die Begriffe werden oft durcheinandergeworfen, aber die Unterschiede sind erheblich. Ein Redesign betrifft ausschließlich die visuelle Ebene: neue Farben, neue Schriften, modernere Layouts. CMS, URL-Struktur und Content-Architektur bleiben unverändert. Ein Relaunch dagegen greift tiefer – neue Struktur, neues CMS oder eine neue CMS-Version, eine komplett überarbeitete URL-Architektur und eine vollständige Content-Migration (inventivo.de). Und genau dieser Unterschied entscheidet über das SEO-Risiko.
Erfahrungsgemäß benötigen die meisten Unternehmen einen vollständigen Relaunch, wenn ihre Website drei oder mehr Jahre alt ist. Die Technik hat sich weiterentwickelt, die Anforderungen an Barrierefreiheit sind durch das BFSG seit Juni 2025 gestiegen, und CRM- oder Automatisierungs-Anbindungen, die damals noch optional waren, sind heute geschäftskritisch.
Woran erkennst du, dass ein Redesign nicht mehr reicht? Prüfe diese Indikatoren:
- Langsame Ladezeiten, die sich ohne strukturellen Umbau nicht beheben lassen
- Fehlende Mobile-Optimierung – bei einem mobilen Suchanteil von rund 93,8 % ein echtes Conversion-Problem
- CRM- und Automatisierungs-Integrationen, die fehlen oder unzuverlässig arbeiten
- Unklare Seitenstruktur mit zu vielen Klickebenen und schwacher Navigation
- Barrierefreiheitsanforderungen, die nachträglich kaum noch einzubauen sind
- Veraltetes CMS, das Redakteure bei jeder Änderung ausbremst
Treffen drei oder mehr dieser Punkte auf deine Website zu, lohnt sich kein Flickwerk. Dann ist ein strategisch geplanter Relaunch die wirtschaftlichere Entscheidung – weil du damit ein stabiles Fundament für Jahre schaffst, statt alle 18 Monate Notfall-Updates zu schieben.
Gerade in Berlin, wo der Wettbewerb um digitale Sichtbarkeit besonders hoch ist, erleben wir häufig Unternehmen, die seit Jahren mit einer technisch veralteten Website arbeiten. Die Folge: Leads wandern zur Konkurrenz, obwohl das eigentliche Angebot überlegen ist. Ein Relaunch ist keine Ausgabe – er ist eine strategische Investition mit Zinseszinseffekt. Bessere Suchsichtbarkeit generiert mehr qualifizierte Anfragen, saubere Technik reduziert laufende Kosten, und ein durchdachtes CMS gibt deinem Team die Kontrolle zurück.
Phase 1: Analyse und Vorbereitung als Fundament für den Relaunch
Die Analysephase entscheidet darüber, ob dein Relaunch auf Daten basiert oder auf Annahmen. Jede Stunde, die du hier investierst, spart dir Wochen an Nacharbeit.
Der häufigste Fehler bei Relaunches? Nicht schlechtes Design, sondern mangelnde SEO-Vorbereitung. Wer seine Rankings, seinen Traffic und seine Backlinks vor dem Relaunch nicht dokumentiert, kann hinterher nicht messen, ob etwas schiefgelaufen ist – und schon gar nicht, was. Die SEO-Baseline ist dein wichtigstes Sicherheitsnetz.
Starte mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme deiner aktuellen Website. Drei Bereiche verdienen besondere Aufmerksamkeit:
- Content-Audit: Welche Inhalte performen, welche sind veraltet, wo gibt es Lücken? Kategorisiere jede URL mit Ziel-Keyword und Rolle (behalten, überarbeiten, zusammenführen, entfernen).
- Technik-Check: Core Web Vitals, Server-Antwortzeiten, Bildformate, Fonts. Diese Baseline brauchst du, um nach dem Relaunch Verbesserungen belegen zu können.
- Struktur- und Link-Analyse: Hubs identifizieren, Navigation bewerten, interne Verlinkungen kartieren. Google Search Console und Logfiles zeigen Crawl-Muster und Indexierungsprobleme.
Besonders kritisch: die Identifikation deiner Prioritätsseiten. Das sind URLs, die drei Kriterien erfüllen – sie generieren organischen Traffic, sie haben hochwertige Backlinks, und sie erzeugen Conversions. Diese Seiten dürfen beim Relaunch weder ihre Intention noch ihre internen Links verlieren.
Exportiere jetzt alle relevanten Daten: Search-Console-Berichte (Suchanfragen und Seiten), Analytics-Daten (Umsatz und Zielseiten), Top-Backlinks und einen vollständigen Crawl deiner aktuellen Domain. Halte alles in einer zentralen Tabelle fest – Google Sheets reicht dafür aus.
Aus der Praxis
In einem dokumentierten Relaunch-Projekt mit über 200 Unterseiten wurde für jede einzelne Seite Title, Description, Canonical, Redirects und interne Verlinkung erfasst. Der Aufwand war erheblich. Aber der organische Traffic kehrte innerhalb von vier Wochen auf das vorherige Niveau zurück – und übertraf es anschließend.
Die Lehre: Die granulare Vorbereitung pro Seite – nicht nur für die Startseite – unterscheidet erfolgreiche Relaunches von denen, die monatelang Traffic verlieren.

Ziele, KPIs und Budget realistisch definieren
Ohne messbare Ziele fehlt dir jeder Maßstab. Und ohne realistisches Budget wird der Relaunch entweder halbfertig oder überteuert – beides kostet dich am Ende mehr.
Was soll die neue Website konkret leisten? Definiere SMART-Ziele, bevor ein Wireframe gezeichnet wird. Typische Relaunch-Ziele für KMU: +25 % organische Leads in sechs bis neun Monaten, bessere Core Web Vitals, höhere Conversion-Rate auf den Leistungsseiten, oder eine klare Reduktion der Absprungrate auf mobilen Geräten.
Aus diesen Zielen leitest du deine KPIs ab. Erfahrungsgemäß bewähren sich diese fünf als Kern-Set: organischer Traffic (Trend und absolute Zahlen), Keyword-Rankings für deine Top-30-Suchbegriffe, Conversion-Rate nach Seitentyp, Page Speed (Largest Contentful Paint und Interaction to Next Paint) sowie die Anzahl indexierter Seiten in der Search Console.
Beim Budget unterschätzen viele Unternehmen die Nebenkosten. Neben Design und Entwicklung fallen Kosten für Content-Erstellung, SEO-Migration, Testing, Schulungen und laufenden Support an. Plane mindestens 15–20 % des Gesamtbudgets als Reserve für Unvorhergesehenes ein.
Typische Investitionsrahmen für Website-Relaunches in Deutschland 2026
| Projekttyp | Investitionsrahmen | Typischer Umfang |
|---|---|---|
| Kleiner Corporate Relaunch | 15.000–25.000 € | Design, CMS, Templates, Basis-SEO |
| Mittelstand B2B Relaunch | 25.000–60.000 € | Strategie, UX, CMS, SEO-Migration, mehrsprachig, QA |
| Komplexer Relaunch | 60.000–120.000 €+ | Integrationen, individuelle Module, mehrere Geschäftsbereiche |
| Laufende Wartung / Support | 500–3.000+ €/Monat | SLA, Analytics, SEO-Weiterentwicklung, Updates |
Diese Rahmen stammen aus aktuellen Marktdaten für den deutschen B2B-Bereich (webdelo.de). Der Hebel für dich: Die größten Kostenvariablen sind Content-Volumen, Integrationskomplexität und die Frage, wer nach dem Go-Live Verantwortung übernimmt. Eine 30-seitige Unternehmenswebsite ist ein anderes Projekt als ein mehrsprachiger Shop mit CRM-Anbindung.
Die Timeline hängt direkt vom Umfang ab. Vom Kickoff bis zum Go-Live sind zwei bis fünf Monate realistisch. Wer den Zeitrahmen zu knapp ansetzt, spart an Testing und Qualitätssicherung – und bezahlt dafür nach dem Launch.
Ein Aspekt, den viele Berliner und Brandenburger KMU übersehen: Für die Digitalisierung existieren Förderprogramme, die bis zu 50 % der Investitionskosten abdecken. Wer diese frühzeitig in die Budgetplanung einbezieht, kann den Eigenanteil erheblich reduzieren und sich einen Relaunch leisten, der nicht am Budget scheitert, sondern am Markt performt.
Konzeption und Informationsarchitektur: Die Blaupause für die neue Website
Fehler in der Konzeption werden in der Umsetzung teuer. Die Informationsarchitektur legst du fest, bevor auch nur ein Pixel designt wird.
Die Seitenstruktur entscheidet, ob Nutzer finden, was sie suchen, und ob Google deine Inhalte richtig einordnet. Beginne mit einer Keyword- und Themen-Map, die jeder URL genau eine Hauptintention zuweist. So vermeidest du Kannibalisierung – also den Fall, dass zwei deiner eigenen Seiten um dasselbe Keyword konkurrieren.
Reduziere die Klicktiefe: Jede wichtige Seite sollte in maximal drei Klicks von der Startseite aus erreichbar sein. Ergänze Breadcrumbs für die Navigation und definiere Content-Hubs – thematische Knotenpunkte, die verwandte Inhalte bündeln und intern stark verlinken.
Der Weiterleitungsplan ist das Fundament deiner SEO-Migration. Dokumentiere für jede alte URL:
- Alte URL und ihre aktuelle Performance (Traffic, Rankings, Backlinks)
- Neue URL – idealerweise eine 1:1-Zuordnung
- Redirect-Typ: 1:1-Weiterleitung, Kategorie-Redirect, Konsolidierung oder bewusster 404
- Begründung: Warum wird diese URL weitergeleitet, zusammengelegt oder entfernt?
- Verantwortliche Person und Status (geplant, umgesetzt, getestet)
Der Zeitaufwand für die Redirect-Map wird regelmäßig unterschätzt. Erfahrungsgemäß braucht eine Person, die die Website gut kennt, eine Woche für 500 URLs und vier Wochen für 5.000 URLs. Diese Aufgabe gehört in die Hände von jemandem, der die inhaltliche Logik der Website versteht – nicht in die eines Entwicklers, der die Seite zum ersten Mal sieht.
Bei der CMS-Auswahl zählt nicht das Feature-Versprechen, sondern die Passung. Bewerte dein Content-Management-System nach Redaktions-Workflows, Versionierung, Mehrsprachigkeit und vor allem nach den Integrationsmöglichkeiten mit CRM, E-Mail-Automatisierung und Analytics. Wenn dein Team nach dem Launch keine Inhalte eigenständig pflegen kann, hast du ein Abhängigkeitsproblem statt einer Website.
Definiere außerdem Template-Content-Muster für jeden Seitentyp: Meta-Daten, H1-Struktur, Intro-Text, Module, FAQ-Bereiche und interne Links. Diese Standards sorgen dafür, dass jede neue Seite konsistent aufgebaut ist – und machen die spätere Pflege durch dein Redaktionsteam deutlich einfacher.

Content-Migration und SEO-Sicherung: Das Herzstück des Relaunchs
Hier entscheidet sich, ob dein organischer Traffic den Relaunch überlebt. Die Content-Migration ist der aufwendigste und riskanteste Teil – und verdient entsprechende Sorgfalt.
Dein Content-Audit aus Phase 1 liefert die Basis. Jetzt triffst du für jede URL eine konkrete Entscheidung: behalten und übernehmen, überarbeiten und verbessern, mit einer anderen Seite zusammenführen oder bewusst entfernen. Keine URL darf ohne Entscheidung in den Relaunch gehen.
Die SEO-Elemente müssen vollständig übertragen werden. Das klingt selbstverständlich, geht aber in der Praxis erschreckend oft schief. Prüfe für jede migrierte Seite:
- Title Tag und Meta Description – optimiert, nicht nur kopiert
- Canonical Tags – zeigen auf die korrekte neue URL
- Schema Markup – strukturierte Daten für Article, FAQ, LocalBusiness und weitere relevante Typen
- Hreflang-Tags bei mehrsprachigen Websites
- XML-Sitemap – neu generiert mit allen aktiven URLs
- Robots.txt – geprüft, dass keine wichtigen Bereiche blockiert werden
Ein oft vergessener Punkt: die interne Verlinkung strategisch neu aufbauen. Deine wichtigsten Seiten müssen Knotenpunkte im Linkgraph bleiben. Wenn du die Navigation, Footer-Links oder kontextuelle Verlinkungen änderst, verändert sich die Gewichtung innerhalb deiner Domain. Plane die interne Verlinkung genauso bewusst wie die Redirect-Map.
Plane einen Content-Freeze sechs Wochen vor dem Go-Live. Das bedeutet: Keine neuen Inhalte, keine URL-Änderungen, keine strukturellen Anpassungen an der alten Website. Jede nachträgliche Änderung gefährdet die Konsistenz deiner Migration und macht den Weiterleitungsplan unzuverlässig.
Bei E-Commerce-Relaunches steigt die Komplexität deutlich. Neben den üblichen Relaunch-Themen müssen Produktdaten, Kategoriestrukturen, Zahlungsanbieter und Versandschnittstellen migriert werden. Produktseiten haben oft die stärksten Rankings – hier ist die URL-Struktur besonders kritisch. Und den gesamten Bestellprozess mehrfach durchzutesten ist keine Übervorsicht, sondern Pflicht: Ein Fehler im Checkout kostet direkt Umsatz.
Testing, Go-Live und die kritischen ersten Wochen danach
Der Go-Live ist kein Schlusspunkt, sondern der Beginn der intensivsten Phase. Was du in den ersten Wochen nach dem Launch tust, bestimmt den langfristigen Erfolg.
Teste alles auf einer Staging-Umgebung, bevor du live gehst. Crawle die Staging-Seite mit einem SEO-Tool und prüfe auf 404-Fehler, 500-Fehler, Redirect-Schleifen und fehlende Canonical Tags. Teste Formulare, Tracking-Codes, Conversion-Events und – bei Shops – den kompletten Bestellprozess mit echten Zahlungsmethoden.
Am Tag des Go-Live arbeitest du eine klare Checkliste ab:
- XML-Sitemaps neu in der Google Search Console einreichen
- GSC-Adressänderung setzen, falls ein Domain-Wechsel stattfindet
- Robots.txt prüfen – keine versehentlichen Noindex- oder Disallow-Einträge aus der Staging-Phase
- Live-Crawl starten und auf Fehler scannen
- Paid-Traffic-Kampagnen synchronisieren: Anzeigen-URLs und Landingpages müssen am Tag null stimmen
- Backup und Rollback-Plan bereithalten – wer entscheidet wann, und wie läuft der Rollback technisch?
Die Team-Schulung gehört ebenfalls auf die Go-Live-Checkliste. Redakteure und Content-Verantwortliche müssen das neue CMS sicher bedienen können, bevor sie live damit arbeiten. Erfahrungsgemäß reicht ein kurzes Einführungsvideo nicht – plane dedizierte Schulungssessions mit konkreten Anwendungsfällen.
Nach dem Go-Live beginnt die Monitoring-Phase, die mindestens 8–12 Wochen dauern sollte. Prüfe täglich: Rankings und deren Volatilität, Klicks und Impressions in der Search Console, Crawl-Statistiken, 404-Fehler und Conversion-Raten. Vergleiche die Werte konsequent mit deiner dokumentierten Baseline aus Phase 1.
Eine Ranking-Fluktuation in den ersten zwei bis drei Wochen ist normal – Google bewertet die neue Struktur neu. Wenn der Traffic nach vier Wochen nicht auf das vorherige Niveau zurückkehrt, liegt ein Problem vor: fehlende Redirects, verlorene interne Links oder Content-Verluste. Dann heißt es schnell handeln, nicht abwarten.
Langfristiger Erfolg: Post-Launch-Optimierung und kontinuierliche Weiterentwicklung
Der Relaunch ist der Startpunkt, nicht das Ziel. Der eigentliche ROI entsteht in den Monaten danach – durch gezielte Optimierung auf Basis realer Daten.
Richte ein zentrales KPI-Dashboard ein, das Page Speed, Bounce Rate, Conversion Rate, organischen Traffic und Umsatz pro Besuch automatisiert abbildet. Tools wie Google Looker Studio, Tableau oder Power BI liefern dir die Daten in Echtzeit – und machen Erfolge wie Probleme sofort sichtbar.
Etabliere monatliche Reporting-Routinen. Kurz-Reports an Stakeholder und Entscheider halten den Fokus: Was läuft gut? Wo hakt es? Welche Optimierungen stehen an? Diese Struktur verhindert, dass der Relaunch nach dem Go-Live in Vergessenheit gerät und niemand die Performance im Blick behält.
📊 SEO-Potenzial nach dem Relaunch Eine Analyse von 27.434 deutschen Websites aus Q1 2026 zeigt: Der durchschnittliche SEO-Score liegt bei 61,3 von 100 Punkten. Weniger als die Hälfte der analysierten Websites erreicht einen guten Score (≥ 70). Für deinen Relaunch heißt das: Wer nach dem Go-Live konsequent optimiert, überholt die Mehrheit der deutschen Websites allein durch solide Grundlagenarbeit. Quelle: openPR / WSC SEO-Studie Deutschland 2026
Die SEO-Weiterentwicklung nach dem Launch umfasst Content-Optimierung auf Basis realer Performance-Daten, den Ausbau der internen Verlinkung und technische Verfeinerungen. Seiten, die in den ersten Wochen an Sichtbarkeit verloren haben, bekommen gezielte Nacharbeit. Seiten, die unerwartet gut performen, werden mit zusätzlichen internen Links gestärkt.
Barrierefreiheit und Performance sind keine einmaligen Aufgaben, sondern fortlaufende Verantwortung. Das BFSG ist seit Juni 2025 in Kraft, und die technischen Standards entwickeln sich weiter. Wer die Zukunftsfähigkeit seiner Website langfristig sichern will, plant regelmäßige Audits und Updates ein.
Berliner Unternehmen, die nach dem Relaunch in regelmäßige Optimierung investieren, sichern sich einen messbaren Vorteil. Ein Relaunch, der nach dem Go-Live stagniert, verliert innerhalb von sechs bis zwölf Monaten seinen Vorsprung. Ein Relaunch, der als Grundlage für kontinuierliche Verbesserung dient, baut Sichtbarkeit und Leads Monat für Monat aus.
Website Relaunch Checkliste: Alle Phasen auf einen Blick
Phase 1: Analyse und Vorbereitung
- [ ] Bestandsaufnahme der aktuellen Website durchführen (Content, Technik, Struktur)
- [ ] SEO-Baseline dokumentieren (Rankings, Traffic, Backlinks, indexierte Seiten)
- [ ] Core Web Vitals Baseline erfassen
- [ ] Prioritätsseiten identifizieren (Traffic + Backlinks + Conversions)
- [ ] Vollständiges URL-Inventar mit Status, Canonical und Traffic erstellen
- [ ] Wettbewerbsanalyse und Branchen-Benchmarking durchführen
Phase 2: Ziele und Budget
- [ ] SMART-Ziele für den Relaunch definieren
- [ ] KPIs festlegen (organischer Traffic, Rankings, Conversions, Page Speed)
- [ ] Budgetrahmen inklusive 15–20 % Reserve planen
- [ ] Fördermöglichkeiten prüfen und beantragen
- [ ] Realistische Timeline festlegen (2–5 Monate)
Phase 3: Konzeption
- [ ] Keyword- und Themen-Map erstellen (eine Hauptintention pro URL)
- [ ] Informationsarchitektur und Seitenstruktur entwickeln
- [ ] Klicktiefe auf maximal 3 Ebenen reduzieren
- [ ] Vollständige Redirect-Map dokumentieren
- [ ] CMS auswählen und Integrations-Anforderungen klären
- [ ] Template-Content-Muster pro Seitentyp definieren
- [ ] Mobile-First-Konzept umsetzen
Phase 4: Content-Migration und SEO
- [ ] Content-Audit-Entscheidungen umsetzen (behalten, überarbeiten, zusammenführen, entfernen)
- [ ] SEO-Elemente vollständig übertragen (Titles, Metas, Canonicals, Schema, hreflang)
- [ ] Interne Verlinkung strategisch neu aufbauen
- [ ] XML-Sitemap generieren
- [ ] Content-Freeze 6 Wochen vor Go-Live aktivieren
- [ ] Bei E-Commerce: Bestellprozess mehrfach durchspielen
Phase 5: Testing und Go-Live
- [ ] Staging-Umgebung vollständig crawlen und auf Fehler prüfen
- [ ] Formulare, Tracking-Codes und Conversion-Events testen
- [ ] XML-Sitemaps in GSC einreichen
- [ ] Robots.txt auf versehentliche Blockierungen prüfen
- [ ] Paid-Traffic-Kampagnen synchronisieren
- [ ] Backup und Rollback-Plan bereithalten und kommunizieren
- [ ] Team-Schulungen für das neue CMS durchführen
Phase 6: Post-Launch (8–12 Wochen)
- [ ] Rankings, Klicks und Impressions täglich mit Baseline vergleichen
- [ ] 404-Fehler und Crawl-Statistiken überwachen
- [ ] Conversion-Raten und Nutzerverhalten analysieren
- [ ] KPI-Dashboard einrichten und pflegen
- [ ] Monatliche Reporting-Routinen etablieren
- [ ] SEO-Weiterentwicklung auf Basis realer Daten starten
Tipp: Speichern Sie diese Checkliste als Screenshot!
Fazit: Ein Website Relaunch ist kein Design-Projekt, sondern eine strategische Business-Entscheidung. Der Artikel liefert eine phasenbasierte Roadmap, die SEO-Kontinuitaet, Budget-Realismus und Post-Launch-Erfolg in den Mittelpunkt stellt.
Ein Website Relaunch ist eine der wirkungsvollsten Investitionen in deine digitale Präsenz – vorausgesetzt, du behandelst ihn als strategisches Projekt und nicht als Design-Übung. Die acht Phasen von der Analyse über die Konzeption bis zur Post-Launch-Optimierung bilden eine erprobte Roadmap, die SEO-Risiken minimiert und den Weg für nachhaltiges Wachstum ebnet. Der entscheidende Faktor ist nicht die Technologie oder das Budget, sondern die Vorbereitung: Wer seine Baseline dokumentiert, Prioritätsseiten schützt und nach dem Go-Live konsequent optimiert, verwandelt seinen Relaunch in einen echten Wachstumshebel.
Ihre nächsten Schritte:
- Bestandsaufnahme starten: Exportiere deine SEO-Baseline (Rankings, Traffic, Backlinks) und erstelle ein vollständiges URL-Inventar deiner aktuellen Website.
- Relaunch-Bedarf validieren: Prüfe, ob drei oder mehr der genannten Relaunch-Indikatoren auf deine Website zutreffen.
- Budget und Förderung klären: Kalkuliere den realistischen Investitionsrahmen und prüfe verfügbare Förderprogramme für die Region Berlin-Brandenburg.
- Erstgespräch nutzen: Besprich deine Ausgangslage und Ziele mit einem erfahrenen Team, bevor du dich auf Technologie oder Anbieter festlegst.
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Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert ein Website Relaunch für ein mittelständisches Unternehmen?
Vom Kickoff bis zum Go-Live sind zwei bis fünf Monate realistisch, abhängig von der Komplexität. Eine 30-seitige Corporate Website ist schneller migriert als ein mehrsprachiger Shop mit CRM-Anbindung. Plane zusätzlich 8–12 Wochen intensives Post-Launch-Monitoring ein.
Was kostet ein Website Relaunch in Deutschland?
Ein kleiner Corporate Relaunch liegt bei 15.000–25.000 €, ein typischer Mittelstand-B2B-Relaunch bei 25.000–60.000 €. Komplexe Projekte mit Integrationen und mehreren Geschäftsbereichen kosten 60.000–120.000 €+. Dazu kommen laufende Kosten für Wartung und Support von 500–3.000 € pro Monat.
Wie verhindere ich Traffic-Verluste nach dem Relaunch?
Drei Maßnahmen sind entscheidend: Erstens die SEO-Baseline vor dem Relaunch vollständig dokumentieren. Zweitens eine lückenlose Redirect-Map mit 1:1-Weiterleitungen für alle geänderten URLs erstellen. Drittens die internen Verlinkungen strategisch neu aufbauen, damit Prioritätsseiten ihre Linkstärke behalten.
Brauche ich bei einem Relaunch ein neues CMS?
Nicht zwingend. Ein CMS-Wechsel erhöht die Komplexität und das Risiko deutlich. Er lohnt sich, wenn das bestehende System die Redaktion ausbremst, notwendige Integrationen nicht unterstützt oder Sicherheits- und Performance-Anforderungen nicht mehr erfüllt. Prüfe zuerst, ob ein Upgrade der bestehenden Plattform ausreicht.
Welche Seiten meiner Website verdienen beim Relaunch besonderen Schutz?
Seiten, die organischen Traffic generieren, hochwertige Backlinks haben und zu Conversions führen. Exportiere Traffic-, Ranking- und Backlink-Daten und identifiziere die Top-20 URLs. Diese Seiten dürfen weder ihre URL-Struktur noch ihre internen Verlinkungen oder ihre inhaltliche Ausrichtung verlieren.
Muss meine neue Website barrierefrei sein?
Das BFSG ist seit Juni 2025 in Kraft und betrifft primär Websites mit Verbraucher-Dienstleistungen (B2C). Reine B2B-Präsentationswebsites fallen in der Regel nicht darunter. Bietet eine B2B-Website aber Online-Buchungen, Terminplanung oder E-Commerce-Funktionen, gelten die BFSG-Anforderungen. Barrierefreiheit von Anfang an mitzuplanen ist in jedem Fall günstiger als sie nachträglich einzubauen.
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