
Ein Website-Relaunch steht an, das Budget ist freigegeben — und dann kommt die Frage, die schon viele Projektmeetings ins Stocken gebracht hat: WordPress oder TYPO3? Die Antwort hängt weniger von persönlichen Vorlieben ab als von drei Faktoren, die du vor dem ersten Briefing klären solltest: Teamstruktur, Wachstumsziel und Geschwindigkeit. Dieser Vergleich liefert dir die Entscheidungsgrundlage, die Geschäftsführer und Projektverantwortliche tatsächlich brauchen — mit konkreten Zahlen, Kostenrahmen und einer ehrlichen Einordnung, wann welches System die bessere Investition ist.
Das Wichtigste in Kürze
- WordPress betreibt rund 42,4 % aller Websites weltweit und dominiert mit knapp 60 % den CMS-Markt — TYPO3 liegt global bei etwa 1,2 %, ist im DACH-Raum aber deutlich stärker.
- Die 3-Jahres-TCO für eine Unternehmenswebsite (30–80 Seiten) liegt bei WordPress zwischen 12.000 und 40.000 €, bei TYPO3 zwischen 25.000 und 90.000 €.
- Für rund 80 % aller Unternehmensprojekte deckt WordPress die Anforderungen ab und bietet das bessere Kosten-Nutzen-Verhältnis.
- TYPO3 spielt seine Stärken bei echten Enterprise-Anforderungen aus: Multi-Site, komplexe Berechtigungen, dutzende Länderwebsites.
- Eine CMS-Migration ist ohne Ranking-Verlust möglich — mit sauberer URL-Mapping-Tabelle und korrekt eingerichteten 301-Redirects.
- Bis zu 50 % staatliche Förderung für digitale Projekte können die Initialkosten bei beiden Systemen erheblich senken.
Lesezeit: 10 Minuten
Inhaltsverzeichnis
- Warum die CMS-Wahl eine strategische Unternehmensentscheidung ist
- WordPress und TYPO3 im Überblick: Marktanteile, Philosophie und Zielgruppen
- Funktionen im Vergleich: SEO, E-Commerce, Sicherheit und Mehrsprachigkeit
- Kosten und Time-to-Market: Was Unternehmen wirklich einplanen müssen
- Entscheidungshilfe: Welches CMS passt zu welchem Unternehmenstyp?
- KI-Integration und Zukunftsfähigkeit: Wohin entwickeln sich beide Systeme?
- Migration zwischen den Systemen: Worauf du achten musst
- Fazit und nächster Schritt: So triffst du die richtige CMS-Entscheidung
Warum die CMS-Wahl eine strategische Unternehmensentscheidung ist
Die Entscheidung für ein Content-Management-System beeinflusst weit mehr als die technische Basis deiner Website. Sie bestimmt, wie schnell dein Team auf Marktveränderungen reagieren kann, wie hoch die laufenden Kosten ausfallen und ob deine Redakteure eigenständig arbeiten oder auf Entwickler angewiesen bleiben.
Ein CMS ist keine IT-Entscheidung — es ist eine Geschäftsentscheidung. Dein System definiert, wie agil dein Content-Workflow funktioniert, wie schnell Landingpages für neue Kampagnen live gehen und ob dein Vertriebsteam eigenständig Produktseiten aktualisieren kann. Wer hier falsch wählt, zahlt über Jahre drauf: durch höhere Entwicklungskosten, langsamere Reaktionszeiten und frustrierte Redakteure.
Erfahrungsgemäß starten viele Projektverantwortliche den Entscheidungsprozess mit der falschen Frage. Sie fragen: „Welches System ist technisch besser?“ Stattdessen sollte die Frage lauten: Wie arbeitet unser Team, wie schnell muss Content live gehen und wie komplex ist unsere Organisationsstruktur? Die Antworten darauf führen in den allermeisten Fällen zu einer klaren Empfehlung.
Für rund 80 % aller Unternehmensprojekte stellt sich die Frage WordPress oder TYPO3 gar nicht wirklich — WordPress deckt die Anforderungen ab und bietet dabei das bessere Kosten-Nutzen-Verhältnis (inventivo.de). TYPO3 wird erst dann zur ernsthaften Alternative, wenn echte Enterprise-Anforderungen ins Spiel kommen: Multi-Site-Verwaltung, komplexe Berechtigungsstrukturen oder sehr große Seitenarchitekturen.
Gerade Berliner KMU und Mittelständler stehen häufig vor genau dieser Weichenstellung, wenn sie ihre digitale Präsenz professionalisieren wollen. Wer die Entscheidung an den eigenen Geschäftszielen ausrichtet statt an technischen Vorlieben, spart nicht nur Budget, sondern gewinnt langfristig an Flexibilität.
WordPress und TYPO3 im Überblick: Marktanteile, Philosophie und Zielgruppen
Bevor wir in den Detailvergleich einsteigen, lohnt sich ein Blick auf die Ausgangslage beider Systeme — denn die Marktpositionen verraten viel über die jeweilige Philosophie.
WordPress betreibt 42,4 % aller Websites weltweit und hält einen CMS-Marktanteil von 59,7 % — der nächste Mitbewerber kommt auf gerade einmal 5,1 % (blogmojo.de). Für den deutschen Markt sieht das Bild ähnlich aus: WordPress liegt bei 46,32 %, TYPO3 folgt mit 13,23 % auf Platz zwei. Global betrachtet fällt TYPO3 mit etwa 1,2 % Marktanteil kaum ins Gewicht — im DACH-Raum ist das System aber fest verankert, vor allem bei größeren Organisationen, Behörden und Hochschulen.
Hinter diesen Zahlen stehen zwei grundverschiedene Philosophien. WordPress verfolgt den Ansatz der schnellen Erweiterbarkeit: Mit über 60.000 Plugins und 14.000 Themes lässt sich nahezu jede Anforderung abbilden — vom einfachen Kontaktformular bis zum vollständigen Onlineshop. Die Einstiegshürde ist niedrig, die Community riesig, der Pool an verfügbaren Entwicklern entsprechend groß.
TYPO3 dagegen ist von Anfang an als Enterprise-CMS konzipiert. Funktionen wie native Mehrsprachigkeit, granulare Rechte- und Rollenverwaltung oder Workflow-gesteuerte Freigabeprozesse gehören zum Core — bei WordPress sind diese Features nur über Plugins realisierbar. Die Architektur trennt Inhalt, Layout und Funktionalität sauber nach dem MVC-Modell, was bei komplexen Systemintegrationen mit CRM-, ERP- oder PIM-Anbindungen ein echter Vorteil ist.
Beide Systeme sind Open Source und kostenfrei nutzbar. Der entscheidende Unterschied liegt in Komplexität und Einstiegshürde: WordPress lässt sich innerhalb weniger Stunden aufsetzen und bedienen. TYPO3 erfordert spezialisierte Entwickler und eine intensivere Einarbeitung — bietet dafür aber eine strukturiertere Basis für Großprojekte.
WordPress vs. TYPO3 — Überblick der Kernunterschiede
| Kriterium | WordPress | TYPO3 |
|---|---|---|
| Zielgruppe | KMU, Start-ups, Selbstständige, Agenturen | Konzerne, Behörden, Hochschulen, komplexe Portale |
| Globaler Marktanteil | 42,4 % aller Websites | Ca. 1,2 % (DACH deutlich höher) |
| Einstiegshürde | Niedrig — intuitive Bedienung | Hoch — erfordert Fachentwickler |
| Erweiterbarkeit | 60.000+ Plugins, 14.000+ Themes | Stabile Extensions, kleineres Ökosystem |
| Mehrsprachigkeit | Nur über Plugins | Nativ integriert |
| Rechte & Rollen | Rudimentär, erweiterbar per Plugin | Granular mit Workflows im Core |
| Time-to-Market | 4–12 Wochen typisch | Längere Planungs- und Entwicklungsphase |

Funktionen im Vergleich: SEO, E-Commerce, Sicherheit und Mehrsprachigkeit
Beide Systeme bringen solide Grundlagen mit — aber der Weg zur optimalen Umsetzung fühlt sich in der Praxis völlig anders an. Hier die vier Bereiche, die bei der CMS-Entscheidung am häufigsten den Ausschlag geben.
Suchmaschinenoptimierung: Mit beiden Systemen lässt sich technisch sauberes SEO umsetzen — die Frage ist, wer es im Tagesgeschäft bedienen soll. WordPress macht SEO durch Plugins wie Yoast SEO oder Rank Math für Redakteure direkt zugänglich: Meta-Titel, Beschreibungen, Sitemaps und Schema-Markup lassen sich ohne Entwicklerunterstützung anpassen. Bei TYPO3 sind viele SEO-Grundfunktionen wie saubere URL-Strukturen und Meta-Daten-Verwaltung bereits im Core enthalten — die Konfiguration erfordert aber in der Regel mehr technisches Know-how.
Für die Praxis heißt das: Wenn dein Redaktionsteam SEO eigenständig umsetzen soll, bietet WordPress den kürzeren Weg von der Idee zum optimierten Beitrag. Wenn du eine Agentur oder ein Entwicklerteam hast, das sich um technische SEO kümmert, liefert TYPO3 eine ebenso solide Basis. Die SEO-Betreuung für Berliner Unternehmen umfasst bei beiden Systemen ähnliche Kernmaßnahmen — der Aufwand unterscheidet sich aber deutlich.
E-Commerce: WooCommerce, die Shop-Erweiterung für WordPress, betreibt über 4,5 Millionen aktive Shops und hält einen E-Commerce-Marktanteil von rund 33 %. Das Plugin lässt sich nahtlos ins CMS integrieren und durch tausende Erweiterungen für Zahlungsanbieter, Versand und Conversion-Tracking ergänzen. TYPO3 bietet mit der Extension „cart“ eine E-Commerce-Lösung, die in Funktionsumfang und Ökosystem aber nicht annähernd an WooCommerce heranreicht. Für größere Shop-Projekte sind dedizierte Systeme wie Shopware die bessere Wahl.
Sicherheit und Datenschutz: TYPO3 bringt hier strukturelle Vorteile mit: ein eigenes Security-Team, planbare LTS-Versionen (Long-Term-Support) mit optionalem ELTS sowie DSGVO-relevante Funktionen wie Cookie-Consent-Management direkt im Core. WordPress ist durch seine enorme Verbreitung häufiger Angriffsziel — Sicherheitsrisiken entstehen vor allem durch schlecht gewartete Drittanbieter-Plugins. Mit diszipliniertem Update-Management und einem professionellen Hosting-Setup lässt sich WordPress aber ebenso sicher betreiben.
Mehrsprachigkeit: Wer internationale Zielgruppen bedient, sollte hier genau hinschauen. TYPO3 bietet native Mehrsprachigkeit, die stabil skaliert und Hreflang-Tags sauber handhabt. Bei WordPress funktioniert Mehrsprachigkeit nur über Plugins — das klappt für zwei bis drei Sprachen erfahrungsgemäß gut, kann aber bei komplexen Multi-Language-Setups mit vielen Plugins fehleranfällig werden.
Kosten und Time-to-Market: Was Unternehmen wirklich einplanen müssen
Die Budgetfrage ist oft der Punkt, an dem die CMS-Entscheidung in eine klare Richtung kippt. Hier die Zahlen, die du für eine fundierte Kalkulation brauchst.
Für eine typische Unternehmenswebsite mit 30 bis 80 Seiten liegt die 3-Jahres-Gesamtbetriebskosten (TCO) bei WordPress zwischen 12.000 und 40.000 €, bei TYPO3 zwischen 25.000 und 90.000 €. Der Hauptkostentreiber bei TYPO3 ist die aufwändigere Erstentwicklung und die höheren Stundensätze spezialisierter Entwickler. In der Praxis bedeutet das für ein mittelständisches Unternehmen: Die Initialinvestition bei TYPO3 kann leicht das Doppelte bis Dreifache einer vergleichbaren WordPress-Lösung betragen.
Bei der Time-to-Market zeigt sich ein ähnliches Bild. WordPress-Projekte gehen typischerweise in 4 bis 12 Wochen live — inklusive individuellem Design, SEO-Grundoptimierung und Redakteursschulung. TYPO3-Projekte erfordern durch die komplexere Architektur und das Template-Engineering deutlich längere Planungs- und Entwicklungsphasen. Wer kurzfristig eine Kampagnen-Landingpage oder eine neue Produktseite braucht, ist mit WordPress flexibler aufgestellt.
Bei WordPress solltest du allerdings Folgekosten für Plugin-Lizenzen und Wartung einkalkulieren. Premium-Plugins für SEO, Sicherheit oder Formulare kosten zwischen 50 und 300 € pro Jahr, und regelmäßige Updates sind Pflicht. Bei TYPO3 fallen laufende Kosten eher für die kontinuierliche Weiterentwicklung durch spezialisierte Dienstleister an.
Ein wichtiger Hebel für KMU in Berlin und Brandenburg: Für digitale Projekte stehen bis zu 50 % staatliche Förderung zur Verfügung. Diese Programme können die Initialkosten bei beiden Systemen erheblich senken und machen auch eine TYPO3-Lösung für kleinere Budgets zugänglicher. Erfahrungsgemäß lohnt sich eine Förderberatung vor dem Projektstart — sie beeinflusst nicht selten die CMS-Wahl selbst.

Entscheidungshilfe: Welches CMS passt zu welchem Unternehmenstyp?
Statt eine allgemeine Empfehlung auszusprechen, lässt sich die Entscheidung an drei Kernfragen festmachen — und an konkreten Unternehmensszenarien.
WordPress ist die richtige Wahl, wenn dein Unternehmen eine Website mit 10 bis 500 Seiten betreibt, dein Team Inhalte eigenständig pflegen soll, du Content-getriebene Strategien verfolgst und dein Budget für die Erstentwicklung unter 25.000 € liegt. Typische Anwendungsfälle: Unternehmenswebsites, Corporate Blogs, Landingpages für Kampagnen und Onlineshops mit WooCommerce.
TYPO3 ist die richtige Wahl, wenn du einen Konzern, eine Behörde oder eine große Organisation mit Multi-Site-Anforderungen steuerst. Dutzende Redakteure mit unterschiedlichen Berechtigungen, komplexe Freigabeworkflows, viele Länderwebsites aus einer Installation heraus — das sind die Szenarien, in denen TYPO3 seine strukturellen Vorteile ausspielt.
Im B2B-Bereich hat WordPress klare Vorteile: Die Kombination aus schneller Content-Erstellung, leistungsfähigem SEO-Ökosystem und effizienter Landingpage-Produktion macht es zum idealen Werkzeug für Leadgenerierung und Funnel-Aufbau. Erst bei sehr großen B2C-Portalen mit komplexen Datenstrukturen und hohen Anforderungen an Mandantenfähigkeit wird TYPO3 zur ernsthaften Alternative.
Zur Einordnung: Große Marken wie die New York Times, Sony Music oder Bloomberg nutzen WordPress für ihre Hauptpräsenzen. TYPO3 findet sich bei Konzernen, Behörden und Hochschulen im DACH-Raum. Beide Systeme können also „groß“ — sie bedienen nur unterschiedliche Definitionen von Komplexität.
Drei Fragen helfen dir, die Entscheidung zu schärfen:
- Time-to-Market: Müssen neue Seiten, Kampagnen oder Produktinfos innerhalb von Tagen live gehen? → WordPress.
- Organisationskomplexität: Arbeiten mehr als 20 Redakteure mit gestuften Berechtigungen an der Website? → TYPO3.
- Teamautonomie: Soll das Redaktionsteam ohne Entwicklerunterstützung eigenständig publizieren? → WordPress.
Viele Berliner Unternehmen im KMU-Segment profitieren von der Agilität und dem Kosten-Nutzen-Verhältnis von WordPress. Größere Organisationen in der Hauptstadtregion mit mehreren Standorten oder Abteilungen sollten TYPO3 zumindest evaluieren — besonders wenn regionale Sichtbarkeit über mehrere Standorte hinweg gesteuert werden muss.
KI-Integration und Zukunftsfähigkeit: Wohin entwickeln sich beide Systeme?
Die CMS-Landschaft verändert sich gerade spürbar — durch KI-Tools, veränderte Suchgewohnheiten und neue Anforderungen an die digitale Präsenz.
Bei der KI-Integration hat WordPress derzeit die Nase vorn. Es gibt bereits zahlreiche Plugins für KI-gestützte Content-Erstellung, automatische Bildoptimierung und SEO-Empfehlungen, die direkt im Editor verfügbar sind. Für TYPO3 existieren deutlich weniger KI-Erweiterungen — die Community holt auf, aber der Rückstand beim Plugin-Ökosystem ist strukturell bedingt.
Das Thema Generative Engine Optimization gewinnt ebenfalls an Bedeutung. KI-Suchmaschinen wie ChatGPT oder Perplexity werden zunehmend zur Recherchequelle — und beide CMS müssen ihre Inhalte so strukturieren, dass sie von diesen Systemen zitiert werden. Wer sich damit auseinandersetzen möchte, findet in unserem Artikel zur Generative Engine Optimization für Berliner KMU einen praxisnahen Einstieg.
Mobile First bleibt entscheidend: Über 65 % aller Website-Besuche erfolgen mittlerweile mobil. WordPress-Themes sind standardmäßig responsive, der Block-Editor bietet eine Vorschau für verschiedene Bildschirmgrößen direkt im Backend. Bei TYPO3 hängt die mobile Optimierung stärker vom eingesetzten Frontend-Framework und der Qualität der Template-Entwicklung ab — hier ist mehr manueller Aufwand nötig.
Was die langfristige Zukunftsfähigkeit betrifft: Beide Systeme werden aktiv weiterentwickelt. WordPress profitiert von seinem riesigen Ökosystem und der schnellen Adaptionsfähigkeit an neue Trends. TYPO3 punktet mit planbaren LTS-Zyklen und einer klaren Release-Roadmap. Die Frage ist weniger, ob ein System „überlebt“, sondern welches besser zu deiner Wachstumsstrategie passt.
Migration zwischen den Systemen: Worauf du achten musst
Du sitzt auf einem System, das nicht mehr zu deinen Anforderungen passt? Eine Migration ist machbar — wenn sie sauber geplant wird.
Eine Migration von TYPO3 zu WordPress oder umgekehrt ist möglich, ohne Google-Rankings zu verlieren. Erfahrungsgemäß zeigt sich nach gut geplanten Migrationen zu WordPress sogar oft eine Ranking-Verbesserung, weil das SEO-Ökosystem leistungsfähiger ist und die Ladezeiten sich durch optimiertes Hosting verbessern lassen.
Drei Elemente sind dabei nicht verhandelbar:
- Vollständige URL-Mapping-Tabelle: Jede alte URL muss einer neuen zugeordnet werden — lückenlos.
- Korrekt eingerichtete 301-Redirects: Keine temporären Weiterleitungen, keine Redirect-Ketten.
- Qualitätssicherung nach Go-Live: Crawl der gesamten Website, Prüfung aller Redirects, Monitoring der Search Console über mindestens vier Wochen.
Der häufigste Fehler bei CMS-Migrationen: Das URL-Mapping wird als Fleißaufgabe behandelt statt als erfolgskritische Grundlage. Eine vergessene Weiterleitung für eine Seite mit starken Backlinks kann Monate an SEO-Aufbauarbeit zunichtemachen. Ein erfahrener Partner ist bei jeder Migration unverzichtbar — unabhängig von der Migrationsrichtung.
Fazit und nächster Schritt: So triffst du die richtige CMS-Entscheidung
Die CMS-Wahl ist keine Glaubensfrage — sie ist eine Rechenaufgabe mit strategischer Komponente.
WordPress ist für die große Mehrheit der Unternehmensprojekte die pragmatischere und kosteneffizientere Wahl — besonders wenn schnelle Content-Produktion, eigenständige Redaktionsarbeit und ein überschaubares Budget die Rahmenbedingungen setzen. TYPO3 rechtfertigt seinen höheren Aufwand, wenn echte Enterprise-Anforderungen vorliegen: Multi-Site-Verwaltung, komplexe Berechtigungsstrukturen, internationale Rollouts.
Die richtige Entscheidung beginnt mit einer ehrlichen Anforderungsanalyse. Nicht mit der Frage „Was kann das System?“ — sondern mit „Was braucht unser Unternehmen in den nächsten drei bis fünf Jahren?“. Wer diese Frage sauber beantwortet, kommt in den allermeisten Fällen schnell zur richtigen Plattform.
Für Unternehmen in Berlin und Brandenburg kommt ein weiterer Faktor hinzu: Bis zu 50 % staatliche Förderung für digitale Projekte stehen zur Verfügung. Ein kostenfreies Erstgespräch hilft, die richtige CMS-Strategie und passende Förderoptionen zu identifizieren — bevor Budget in die falsche Richtung fließt.
📊 CMS-Kosten im Vergleich Die 3-Jahres-TCO einer Unternehmenswebsite (30–80 Seiten) liegt bei WordPress zwischen 12.000 und 40.000 €, bei TYPO3 zwischen 25.000 und 90.000 €. Quelle: inventivo.de
CMS-Entscheidung — Umsetzungs-Checkliste
Phase 1: Anforderungsanalyse
- [ ] Geschäftsziele für die nächsten 3–5 Jahre definieren
- [ ] Seitenumfang und Content-Struktur grob planen (10–500 Seiten → WordPress, 500+ mit Multi-Site → TYPO3 prüfen)
- [ ] Teamstruktur klären: Wie viele Redakteure? Brauchen sie gestufte Berechtigungen?
- [ ] Mehrsprachigkeit und internationale Anforderungen bewerten
- [ ] Budget für Erstentwicklung und 3-Jahres-TCO festlegen
Phase 2: Systemauswahl und Planung
- [ ] Entscheidung anhand der drei Kernfragen: Time-to-Market, Organisationskomplexität, Teamautonomie
- [ ] Fördermöglichkeiten prüfen (bis zu 50 % für digitale Projekte)
- [ ] Erfahrenen Umsetzungspartner auswählen
- [ ] Pflichtenheft oder Briefing erstellen
Phase 3: Umsetzung und Go-Live
- [ ] SEO-Grundoptimierung direkt bei der Entwicklung einplanen
- [ ] Redakteursschulung für das gewählte System durchführen
- [ ] Mobile Darstellung und Ladezeiten vor Go-Live testen
- [ ] Bei Migration: URL-Mapping, 301-Redirects und Post-Launch-Monitoring sicherstellen
- [ ] Barrierefreiheit nach aktuellen Standards prüfen
Tipp: Speichern Sie diese Checkliste als Screenshot!
Fazit: Strategische Entscheidungshilfe statt Technik-Vergleich: Unternehmen sollen anhand ihrer konkreten Anforderungen, Budgets und Wachstumsziele das passende CMS waehlen koennen.
Die CMS-Wahl zwischen WordPress und TYPO3 ist keine technische Grundsatzfrage, sondern eine strategische Entscheidung, die von deinen Geschäftszielen, deiner Teamstruktur und deinem Budget abhängt. Für die große Mehrheit der Unternehmensprojekte — gerade im KMU- und Mittelstandssegment — bietet WordPress das bessere Kosten-Nutzen-Verhältnis bei kürzerer Time-to-Market. TYPO3 rechtfertigt seinen höheren Invest, wenn echte Enterprise-Komplexität vorhanden ist.
Ihre nächsten Schritte:
- Anforderungsanalyse anhand der drei Kernfragen durchführen: Time-to-Market, Organisationskomplexität, Teamautonomie
- Budget und Fördermöglichkeiten prüfen — bis zu 50 % staatliche Förderung sind in Berlin-Brandenburg möglich
- Kostenloses Erstgespräch bei gewusst-wo Berlin Brandenburg GmbH nutzen, um die individuelle Situation bewerten zu lassen
Du stehst vor einem Website-Relaunch oder Neuaufbau und willst die richtige CMS-Entscheidung treffen? Ruf uns an unter +49 (0) 30 55629791 oder schreib an info@gewusst-wo.berlin — das Erstgespräch ist kostenfrei.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine Website mit WordPress im Vergleich zu TYPO3?
Für eine typische Unternehmenswebsite mit 30 bis 80 Seiten liegt die 3-Jahres-Gesamtbetriebskosten bei WordPress zwischen 12.000 und 40.000 €, bei TYPO3 zwischen 25.000 und 90.000 €. Der Preisunterschied ergibt sich vor allem aus der aufwändigeren Erstentwicklung und den höheren Stundensätzen spezialisierter TYPO3-Entwickler.
Welches CMS ist besser für SEO?
Beide Systeme sind SEO-fähig. WordPress macht Suchmaschinenoptimierung durch Plugins wie Yoast SEO oder Rank Math direkt für Redakteure zugänglich. TYPO3 bietet saubere technische SEO-Strukturen im Core, erfordert aber mehr Fachwissen bei der Umsetzung. Der SEO-Erfolg hängt weniger vom CMS als von der konkreten Strategie und Implementierung ab.
Kann ich mein CMS wechseln, ohne Google-Rankings zu verlieren?
Ja — vorausgesetzt die Migration wird sauber geplant. Entscheidend sind eine vollständige URL-Mapping-Tabelle, korrekt eingerichtete 301-Redirects und eine gründliche Qualitätssicherung nach dem Go-Live. Bei professionell durchgeführten Migrationen zu WordPress zeigt sich oft sogar eine Ranking-Verbesserung.
Für welche Unternehmensgröße eignet sich welches CMS?
WordPress eignet sich für Einzelunternehmer, KMU und den gehobenen Mittelstand — also für Websites mit bis zu mehreren hundert Seiten und einem überschaubaren Redaktionsteam. TYPO3 spielt seine Stärken bei Konzernen, Behörden und großen Organisationen mit vielen Länderwebsites und dutzenden Redakteuren mit unterschiedlichen Berechtigungen aus.
Eignet sich WordPress für einen Onlineshop?
Ja. WooCommerce, die Shop-Erweiterung für WordPress, betreibt über 4,5 Millionen aktive Shops weltweit und bietet eine kostengünstige, flexible Basis für kleine bis mittelgroße Onlineshops. Für sehr große oder hochkomplexe E-Commerce-Projekte sind dedizierte Systeme wie Shopware besser geeignet.
Gibt es Fördermittel für Website-Projekte in Berlin?
Ja. Für digitale Projekte in Berlin und Brandenburg stehen bis zu 50 % staatliche Förderung zur Verfügung. Diese Programme senken die Initialkosten bei beiden CMS erheblich und machen auch aufwändigere Lösungen für kleinere Budgets zugänglich. Eine Förderberatung vor Projektstart ist empfehlenswert.
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